Illustration für DIE ZEIT. Man hätte es auch “Kinder im Verbrecherviertel” nennen können, aber so ganz waren sich die vier (!) Redakteure, die im Vorfeld mitmischten, selbst nicht einig. Ein üblicher Freitag-bis-Montags-Job.
“Spiele, die so tun, als wären sie keine.” Eine meiner letzten Arbeiten hat mich in die Welt der Alternate Reality Games geführt. Für eine Social-Media-Kampagne habe ich neun Karten mit ausgesuchten Ängsten/Phobien entwickelt. In dem Kartenset, dessen Bildsprache sich an Tarotkarten und sonstiges Vorhersagewerkzeug anlehnt, ist ein recht vertracktes Rätsel eingebaut (ich hätte es vermutlich nicht so flott gelöst) welches die Spieler zu einer Webseite führen soll. Das hat sogar geklappt, und ich darf jetzt darüber berichten. Zumindestens war ich recht beeindruckt von den Überlegungen, deren Echo in einschlägigen Foren zu vernehmen war: http://www.argwiki.de
Am Schluß führte die Spur zu anxiferum.de.
Wer war’s denn nun?
Mittelalter-Elektro: Die Templer von Heimataerde bekommen ein neues Artwork für das Album Gottgleich. Insgesamt haben wir die Formen und die Bildsprache etwas härter und klarer gemacht – metallischer. Da die Arbeit für Heimataerde immer ziemlich experimentell ist, bin ich selbst noch gespannt, wie es am Ende als fertiges Design aussehen wird.
Medieval-Electro: The templars of the german electro-act Heimataerde are about to get a new artwork for their 2012 album “Gottgleich”. Overall, I made the looks sharper and more metallic. Since working for Heimataerde always turns out to be somehow experimental, I wonder myself what it eventually will look like.
Neuer Einsatz für Ferry und Molekularus, die Stahlforscher der voestalpine AG. Zum 60-jährigen Jubiläum des Linz-Donawitz-Verfahrens (Sauerstoffstahl) führen die zwei durch die Kinderausstellung zu diesem schwerindustriellen Thema.
Wir haben dazu mehrere Dutzend kleinerer Cartoons gezeichnet, in denen von der Frage “Was ist eigentlich Stahl” bis hin zu “Was wäre eigentlich ohne Stahl” so einiges erklärt wird. Der Bogen spannt sich über 5 große Themenstationen vom Gestern bis in die Zukunft des Werkstoffes Stahl.
Das Tableau unten gibt eine winzige (wenn auch nur zweidimensionale) Vorstellung des ganzen.
Hut ab zum Beginn des neuen Jahres. Und weitermachen. Es gab eigentlich keine Pausen, und um mit 2012 warm zu werden, habe ich mit einigen Skizzen begonnen.
Eine ganz andere Art Illustration habe ich letzten Sommer von meiner Kollegin Mirja Engelhardt gesehen.
Für die alte Posthalterei in Waren an der Müritz wurde eine Fassadenillusion geplant. La Engelhardt hat die Idee des Auftragsgebers weiterentwickelt und die endgültige Konzeption mit fünf Kollegen auf die Wand gebracht. Auf der historischen Fassade sind nun ebenso historische Persönlichkeiten der Stadt Waren zu sehen. Einweihung der neuen Fassade war am 1. Juli 2011.
Und so scheint das zu gehen:
Vorgestern erreichten mich Belegexemplare von Heldenherz, dessen Cover SIE! mir anvertraut hatten. Das Magenta hat die Litho dann doch ganz gut hingekriegt, obwohl wir von Signal-Volltönen aus Kostengründen abgegangen sind.Ich habe auch angefangen zu lesen, was ich sonst bei Belegen eher nicht tue.
Wer die Hamburger Agenturszene der 2.0 Medien kennt und meidet, muss hier oft und böse auflachen…
Das Buch ist also gut.
Rezension Ende.
Am Abend des 25. November 2011 könnte sich ein Spaziergang am Duisburger Innenhafen lohnen. Die Beamerbuam (Thomas Seyffert und ich) zeigen auf der Fassade des Ludwigsturms (alte Rewe-Zentrale) Arbeiten von 10 ausgewählten Duisburger Künstlern.
Der Fisch war schon lange hin, und ölig schwappte das Meer auf den leeren Strand. Jona sass, wie schon seit zwanzig Jahren, auf einem angespülten Campingstuhl und las die uralte Ausgabe der “Niniveh Heute”, die er auswendig kannte. Drohungen verfingen bei ihm grundsätzlich nicht. Er war nicht hingegangen, und würde es bis zum Ende der Zeit nicht tun.
Zwischen Büchern und Café gibt es ab dem 01. November 2011 in der Reihe “AndersARTiges” eine Auswahl an (vermutlich grafischen) Arbeiten von Jens Weber zu sehen. Das ganze findet in der Zentralbibliothek Duisburg statt:
Zentralbibliothek Duisburg,
Düsseldorfer Str. 5-7,
LiteraturBistro,
Tel.: 0203/283-5016
Das dazugehörige Künstlergespräch führt Klaus Brüggenwerth mit Jens Weber am Mittwoch, den 14.12.2011.
Eine neue Unterabteilung der Seite “Arbeiten/Artwork” beschäftigt sich nun mit dem bei mir sehr präsenten Thema “Skizze”.
In der nächsten Zeit werden dort immer mehr Ausschnitte aus den tausenden Blättern gezeigt, die sich hier als Ideensammler, Studien und Versuche für die vermeintlich endgültigen Arbeiten sammeln.
Ich finde sie oft näher an der Idee und auch grafisch hübscher als ihre ausgearbeiteten Geschwister.
Totems, Drohfiguren und schwarze Briefe – im August bleibt die Hälfte der Arbeit liegen. Um für das Schamanenbingo auf Borneo im Monsun 2012 nicht alles auf den letzten Drücker zu machen, biegen wir hier mehr oder weniger gequält an unseren dunklen Flussgöttern herum. Das muss alles noch schwer gepimpt werden, wie die Kollegen aus Marxloh und der Lower East Side sagen würden. Krokodylus venibis.
Da starrten sie mich an: Keiner, der sich mit Golems, Menschmaschinen und Robotern beschäftigt, kann an diesen vermeintlich harmlosen Automatengesichtern vorbeigehen. Die Schüler, die ihre Maschinen im Fenster der Stadtteilbibliothek ausgestellt hatten, waren auf die unterschiedlichsten Aufgaben gekommen, die ihre Roboter übernehmen sollten.
Musikroboter, Aufräum- und Hausaufgabenroboter, sogar eine Art “Robocop” war dabei – eine Sorte Roboter, die ja fast in mein Fachgebiet fällt.
Am nettesten jedoch fand ich den “Dress-up-scanner”. Dieser Robot kennt deinen Kleiderschrankinhalt und sagt dir, was du heute am besten anziehst.